Von Kundenzufriedenheit zur Meinungsfreiheit

Eines Abends gingen wir durch einen kleinen Supermarkt in Essen Heisingen, früher mal einer unser Stammgeschäfte, wenn es um die Beschaffung von Nahrungsmitteln ging, doch heute nur noch ein Schatten seiner selbst. Bei den Griffen in das Kühlregal erwischte man hier und da schon mal Ware die über dem MHD war, eigentlich kein Problem man weist das Personal darauf hin und dieses kümmert sich darum und stellt die Mängel ab. Wenn das im Laufe von ein paar Wochen und Monaten wiederholt auftritt, dann findet man das schon mal nicht so gut.

Nun gibt es drei Möglichkeiten – man akzeptiert es und ist vorsichtig was man erwischt, man geht dort nicht mehr einkaufen oder man hat eine letzte Hoffnung auf Besserung und möchte, dass sich diese Umstände dort ändern. Wir hatten uns entschieden die Regionalleitung dieses Geschäftes anzurufen und auf die Zustände hinzuweisen, gleichzeitig baten wir um einen Rückruf. Scheinbar schien das Interesse nicht sonderlich groß zu sein – kein Rückruf – keine Rückkehr zu den Zeiten in denen wir dort gerne einkaufen gegangen sind.

Um ehrlich zu sein waren wir davon schon sehr enttäuscht, gerade weil wir es von einem anderen Geschäft in Heisingen anders kennen, dort habe ich auch mehrfach abgelaufene Lebensmittel erwischt – ich scheine ein Händchen dafür zu haben. Dort habe ich Samstags abends eine Mail an die Kundenbetreuung geschickt und am Montag Morgen hatte ich einen Rückruf von der Filialleitung, mit der ich dann auch in aller Ruhe gesprochen habe und die sich auch für unser Feedback interessiert hat. Seit dem habe ich dort nie wieder etwas abgelaufenes oder dergleichen in den Fingern gehabt, auf weitere Gedanken unseres Feedbacks wurde eingegangen und seit etwas über einem Jahr ist dieses unserer bevorzugter Supermarkt hier in Essen Heisingen.

Bei dem anderen Supermarkt schien jedoch unser Feedback kein Gehör zu finden – so entstand ein Artikel in diesem Blog inklusive einer kleinen Galerie mit Produkten über dem MHD und leeren Regalen. Dieser Artikel wurde nach und nach mit Kommentaren bedacht, einige hatten ähnliches beobachtet und andere fanden es nicht weiter schlimm, wenn es um 19 Uhr kein Schwarzbrot mehr gibt – so hat jeder seine Meinung äußern dürfen. Dieser Artikel wurde scheinbar auch von dem Betreibern dieses Supermarktes gelesen, statt einer – vor über drei Monaten erbetenen Kontaktaufnahme – gab es ein freundliche Bitte einer Anwaltskanzlei den alten Artikel nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen.

So weiß man als Kunde doch gleich, wo man willkommen ist und wo nicht! Jetzt laufe ich lieber ein paar Meter weiter in ein Geschäft, wo man Wert auf die Meinung des Kunden legt und man sich um deren Zufriedenheit kümmert.

Veröffentlicht von Christian

Familienvater, Ehemann, Business Systems & VMware Specialist, Blogger, Telekom Entertain und iPhone Enthusiast, Tiguan-Fahrer, Social-Network-Addicted, ...

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