Blitzermarathon – von 30 auf 180!

Der Blitzermarathon, das staatliche Instrument dem Autofahrer mit einer 24 stündigen Radarfalleninvasion zu schikanieren. Zuerst sei gesagt, dass die von mir aus blitzen können, den ersten Blitzmarathons konnte ich auch durchaus einen harmonischen Effekt attestieren. Autofahrer haben andere Autofahrer mal aus Einfahrten auf die Straße fahren lassen und sind mal ordentlich und rücksichtsvoll miteinander umgegangen.

Blitzbirnen, Sonntagsfahrer, Verkehrserzieher

Doch was war da bitte Gestern los? Auf der Heisinger Straße, hier darf man auf 90% der länge 50 km/h schnell fahren, gab es einige Autofahrer die dort langsamer als 30 km/h fuhren. Man war sich indes nicht sicher, ob sie einen Parkplatz suchen, oder vielleicht doch nur einfach gegen § 3 Absatz 2 der StVO verstoßen wollen. Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor? Auf einer zweispurigen Hauptstraße, an einer Kreuzung, stand mir plötzlich auf meiner Fahrtspur eine Linksabbiegerin der Gegenrichtung Vis-à-vis gegenüber und noch nie sind mir so viele Menschen, wie selbst verständlich und ohne zu blinken, direkt vor dem Wagen gezogen.

Wird beim Blitzermarathon die Straßenverkehrsordnung temporär auf den Punkt ich darf unter gar keinen Umständen zu schnell fahren reduziert? Ist es die Tatsache, dass es den Autofahrern so viel abverlangt, sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten, dass alle anderen Dinge wie Vorfahrt, Vorrang und Dynamik komplett fehlen?

Lieber Herr Jäger: DAS dient nicht der Verkehrssicherheit.

Steigerung der Verkehrssicherheit

Sicherheit im Straßenverkehr hängt NICHT nur von der gefahrenen Geschwindigkeit ab – es ist sicher ein großer Faktor. Wie wäre es mal mit einer ausgewogenen Überwachung von folgenden Dingen.

  • ordnungsgemäßes Licht – nein IKEA LED Leisten reichen NICHT als Abblendlicht
  • Schwerpunktkontrollen von Parkverstößen zu Stoßzeiten in Ortskernen unter folgenden Aspekten
    • warum ist es grundsätzlich verboten auf dem Gehweg zu parken
    • warum parkt man nicht direkt vor oder auf Zebrastreifen
    • wozu sind diese gestrichelten Parkplätze und warum sind sie häufig noch frei?
    • darf ich wirklich nicht in der Kurve oder im Kreisverkehr parken?
    • warum parkt man nicht in der zweiten Reihe, auch wenn man nur „kurz“ zum Bäcker will
  • Benutzung von Zebrastreifen, Fußgängerüberwegen und Ampeln – eine der vielen Gründe, warum Fußgänger häufig Opfer im Straßenverkehr werden

Ja liebe Polizei, es ist einfach einem Raser den Bußgeldkatalog vor die Nase zu halten und ihm zu erklären, dass er für ein paar km/h ein paar Euro zahlen muss, als einem renitenten Rentner zu erklären, warum es für ihn lebensgefährlich sein kann die Straße an einer unübersichtlichen Stelle zu überqueren und nicht die Ampel 10 Meter weiter zu benutzen.

Viele gefährliche Situationen entstehen durch oben gelistetes Fehlverhalten, klar werden sie mit steigender Geschwindigkeit exponentiell gefährlicher, doch sie müssten erst gar nicht entstehen, wenn der Autofahrer freie Sicht auf einen Zebrastreifen hat oder der dunkel gekleidete Rentner in der Dämmerung die Straße ein paar Meter von der Ampel überquert. Man sollte Verkehrssicherheit nicht nur auf Geschwindigkeitsübertretungen reduzieren.

Meine zwei Cent zu diesem Thema.

Veröffentlicht von Christian

Familienvater, Ehemann, Business Systems & VMware Specialist, Blogger, Telekom Entertain und iPhone Enthusiast, Tiguan-Fahrer, Social-Network-Addicted, ...

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