hide.io: schneller VPN Anbieter mit gutem Service

Seit einiger Zeit bin ich ja bei blackVPN und dort eigentlich auch ganz gut gefahren. Doch in letzter Zeit ist die Performance eher so suboptimal. In den letzten Tagen wurde ich auf hide.io aufmerksam, die drei Tarife anbieten um VPN auf einem oder mehreren Geräten gleichzeitig nutzen zu können.

hide.io VPN

Seitens hide.io arbeitet man ein wenig mit der Paranoia der Benutzer. Cyberkriminalität, Abmahnungen, Hackerangriffe und Datendiebe werden als Schlagwörter verwendet. Ich nutze VPN hauptsächlich, dass ich mal kurz meine deutsche IP gegen eine schweizerische, holländische oder englische tauschen kann, da dort gerne auch mal Fernsehprogramme laufen, die ich gerne über einen Stream schaue – welcher nur aus dem eigenen Land abrufbar ist.

Einfacher Buchungsprozess und flexible Laufzeiten

hide.io TarifeMan gibt seine Emailadresse an und bekommt einen Login um sich für einen der drei Tarife zu entscheiden. Im Free-Tarif, welcher nichts kostet, kann man maximal 2 GB im Monat über das VPN jagen und nur zwei der zehn VPN Standorte nutzen. Im Plus und Premium Tarif stehen 75 GB bzw unbegrenzt Datentransfer zur Verfügung und der Premium Tarif erlaubt 5 gleichzeitige Verbindungen. Auch kann man im Free Tarif kein OpenVPN nutzen und die Bandbreite, die man bekommt, hat auch eine niedrigere Priorität als die der bezahlten Accounts. Wenn man sich für den Premium Tarif entscheidet, kann man auch jedem Gerät eine feste IP Adresse zuweisen. Preislich liegt man am günstigsten, wenn man sich 12 Monate an einen der Tarife bindet, aber auch monatliche, viertel oder halbjährliche Zahlung ist eine mögliche Option. Hier variiert die Rabattierung von 45%, 35%, 25% und 0% – je nach Laufzeit.

Zahlung per Kreditkarte, Paypal, Überweisung und Lastschrift

Bezahlung für hide.io

Wenn man sich ein mal für einen Tarif entschieden hat, wird man an einen externen Dienstleister für die Zahlungsabwicklung weitergeleitet. Das soll maximale Anonymität garantieren, da keine Verbindung mit den Zahlungsdaten und dem Account hergestellt werden könne. Bei der Rechnungsstellung muss man allerdings trotzdem seine persönlichen Daten angeben und hat dann die Wahl zwischen Kreditkarte, PayPal, Überweisung, Lastschrift und Sofortüberweisung. Ich habe mich mal für die Zahlung per PayPal entschieden, damit ich den Zugang sofort nutzen kann. Die Bezahlung lief ohne Probleme und ich erhielt sofort eine Bestätigung und konnte loslegen.

Einfache Einrichtung für alle mögliche Systeme

Wenn man sich mit seinem Benutzernamen und Passwort bei hide.io eingeloggt hat, kann man über einen Wizzard die Einrichtung für unterschiedliche Geräte und Betriebssysteme durchführen.

hide.io Einrichtungshilfe

Alles dabei von Windows, OS X, iOS, Android und auch Linux (Ubuntu). Wenn man sich für ein System entschieden hat, kann man sich einen Server in einem Land seiner Wahl aussuchen. Wenn zum Beispiel der holländische Sender NOS mein favorisiertes Champions League Spiel kostenfrei streamt, dann wäre der niederländische Server eine gute Wahl.

hide.io Serverauswahl

In der Übersicht kann man auch grob sehen, wie die Server aktuell ausgelastet sind und ob es sich vielleicht nicht doch lohnt einen anderen Server auszuwählen. Im Prinzip sollte man immer nach seinen Bedürfnissen gucken. Will man etwas von der BBC streamen, dann wählt man den Server in Großbritannien, soll es etwas per Hulu sein, dann ist ein Server in den Vereinigten Staaten eine gute Wahl. Will man nur in YouTube weniger GEMA geblockte Videos haben, dann tut es der holländische VPN Server auch sehr gut.

Dank der Einrichtungsassistenten war die Einrichtung auf dem iPad und auch auf dem MacBook Air ein Kinderspiel. Unter Windows 7 und Ubuntu werde ich es die Tage mal ausprobieren. Im idealfall setzt man IPSec (by Cisco) ein und nicht die etwas unsicheren PPTP oder L2TP. Servername, Benutzername, Passwort und das war es schon fast.

Highspeed über hide.io VPN

hide.io Speedtest

An meinem Telekom VDSL Anschluss mit 25 Mbit/s down und 4,5 Mbit/s up liefert das VPN – hier über den Schweizer Server – fast volle Geschwindigkeit. Man merkt von der Geschwindigkeit kaum, dass man über ein VPN in einem anderen Land tunnelt.

Schneller Support – Netzwerkrouting

Ich habe mal eine Supportanfrage über das Formular auf der Homepage gestellt und schon nach weniger als 24 Stunden eine Antwort bekommen. Ein eigenes Supportforum behandelt Themen wie HIDE.IO VPN via Router im ganzen Heimnetzwerk nutzen und andere Kundenanfragen. Auch ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob ich den kompletten Traffic über die FRITZ!Box Fon WLAN 7360, welche hier momentan ihren Dienst verrichtet, über ein VPN route oder nicht. Da es mit hide.io wohl nicht über die offizielle AVM Firmware geht, werde ich wohl aber vorerst Abstand davon nehmen. Von Draytek werde ich wohl aber einen Vigor 2750Vn zum Testen für VDSL-News bekommen und dort mal den gesamten Transfer über ein hide.io VPN leiten.

Lohnt sich für mich ein VPN-Anbieter?

Das ist eine Frage, die jeder für sich beantworten muss. Ich nutze VPN-Verbindungen recht gerne, wenn ich Wi-fi Hotspots der Telekom nutze oder im Unperfekthaus das öffentliche Wi-fi nutze, ist so ein VPN schon ein etwas sichereres Gefühl, da mein Sitznachbar nicht mitsniffen kann, was ich da gerade so an Daten sende und empfange.

Ganz nützlich ist es auch, wenn der FC Bayern mal wieder ein Spiel hat, welches nicht vom ZDF übertragen wird. Es gibt Sender in England, Holland und in der Schweiz, die auch einzelne Spiele kostenlos ins Internet streamen. Man braucht nur eine IP-Adresse aus dem jeweiligen Land und schon ist man dabei. Leider hat hide.io keinen deutschen VPN Server, denn dann könnte ich mich auch aus dem Ausland an den Mediatheken und Livestreams der deutschen Sender bedienen. Vielleicht holt hide.io das ja noch nach und stellt auch ein deutsches VPN bereit.

Um die Filesharer (Peer-to-Peer) Nutzer wirbt hide.io auch. Man verspricht, dass man quasi vor der Industrie geschützt sei und alles gefahrlos machen könne. Man sollte allerdings nicht vergessen vorher seine VPN Verbindung anzuschalten und seinen Traffic zu tunneln. Wer zum Beispiel eine Synology Diskstation sein eigen nennt, der sollte auch einen VPN-Tunnel an seiner Diskstation einrichten und den Download Manager der Synology dafür nutzen können.

tl;dr – Fazit

Geht es auch kürzer? Ja! hide.io bietet nach dem ersten Test einen wirklich schnellen und soliden VPN Dienst an, den man ganz nach seinen Bedürfnissen einkaufen kann. Es sollte nur auch jedem klar sein, dass man für technisch gute Dienstleistung auch ein paar Euro einkalkulieren muss. Wer es mal testen will, der kann sich ja für ein Paket mit nur einem Monat Laufzeit entscheiden.

Veröffentlicht von Christian

Familienvater, Ehemann, Business Systems & VMware Specialist, Blogger, Telekom Entertain und iPhone Enthusiast, Tiguan-Fahrer, Social-Network-Addicted, ...

3 Kommentare

  1. Ich habe bis vor kurzem immer den VPN meiner (ehemaligen) Universität (Dortmund) genutzt, der war auch extrem schnell, weil da anscheinend kaum einer von wusste. Leider haben die mit Beendigung meines Studiums den Zugang dazu auch abgeschaltet :/

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