Auf den Hund gekommen

Eins vorweg – ich bin kein Hundehasser – das wirkliche Übel ist oft am anderen Ende der Leine, wenn denn eine benutzt wird.

Wir leben hier im beschaulichen Essen Heisingen, nicht die Innenstadt, aber auch kein Dorf mitten im Nirgendwo, die von der Schafzucht leben und auf Hütehunde angewiesen sind.

Die Pflichten des Hundehalters, wenn es ums Geschäft geht

Liebe Hundehalter, ihr habt eure lieben Hunde mal angeschafft und müsst nun Steuern für sie zahlen, für sie Futter kaufen und mehrmals täglich mit ihnen Gassi gehen. Dann ist da auch noch die Geschichte mit dem Geschäft. Hunde müssen zwischendurch mal kacken, das liegt so in der Natur des Tieres – was rein kommt muss auch wieder raus. Scheinbar ist es für die meisten Hundehalter nicht so angenehm, wenn die Tiere in den eigenen Garten kacken oder in die Wohnung, deswegen macht man sich auf den Weg ins Dorf. Wenn der Anstand der Hundehalter groß genug ist, dann achten sie noch darauf, dass die Tiere nicht mitten auf den Gehweg kacken. Dabei bleibt es aber oft – die Aktion PicoBello der Stadt Essen sogar Kackentsorgungsbeutelspender aufzustellen reicht scheinbar nicht, dass sich die bequemen Leinenhalter mal dazu herablassen die Exkremente ihrer geliebten Vierbeiner damit aufzuheben und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Einkaufen – zur Not auch mit dem Hund

Damit das Herrchen nicht verhungert, muss man hin und wieder einkaufen. Scheinbar scheint sich dann doch bei den Leinenträgern eingeprägt zu haben, dass man Hunde nicht mit in den Supermarkt nimmt – also kettet man sie vor dem selbigen an und lassen ihn im schlimmsten Falle einfach mal 5 Minuten kläffen. Der Wochenmarkt macht da keine Ausnahme – sollte man meinen, denn hier stehen gut leserliche Schilder, die eindeutig klarstellen, dass Hunde auf dem Wochenmarkt nichts verloren haben. Hier sehen die Hundehalter oft gekonnt drüber hinweg und gehen mit ihren Vierbeinern schön gemütlich über den Wochenmarkt – egal wo die Nase reingesteckt wird oder das Bein gehoben wird.

Wenn man dann als nicht Hundehalter mal die Leinenhalter darauf anspricht, wird man oft ignoriert oder einfach angepöbelt – man ist ja ein Hundehasser und Kinderwagen wären auch verboten. Nur weil ich nicht gerne in Hundescheisse trete und Lebensmittel kaufe, die nicht vorher durch 5 Hundenasen geschnieft worden sind, bin ich KEIN Hundehasser.

Werbegemeinschaft Heisingen

Die Werbegemeinschaft Heisingen, welche den Wochenmarkt organisiert, fühlt sich für die Einhaltung des Hundeverbotes nicht zuständig und scheint es auch nicht weiter zu interessieren. Herr Schüffler verweist auf die Ordnungsbehörden der Stadt Essen und vergleicht Hunde auf dem Wochenmarkt mit falsch parkenden Autos. Ich bin mir jedoch sicher, dass die Werbegemeinschaft umgehend dafür sorgt, dass auf dem Marktplatz falsch geparkte Wagen umgehend umgestellt werden, wenn sie dort den reibungslosen Ablauf des Marktaufbaus behindern. Genauso könnten die Verantwortlichen für den Markt mal darauf achten, dass die Heisinger Leinenhalter mit Leseschwäche mal ihre Vierbeiner zu Hause lassen oder vor dem Markt anleinen. Es geht hier schliesslich um die Lebensmittelhygiene auf dem Wochenmarkt – aber da scheint das Interesse eher gering zu sein.

Und nun?

Nun wäre ich dafür, dass die Hundekackeaufhebeverweigerer mal ihre Vierbeiner im eigenen Garten oder in der Wohnung scheißen lassen und die, die es nicht so mit Lebensmittelhygiene haben, lassen ihre Vierbeiner mal quer durch den Kühlschrank schnuppern … aber in der Öffentlichkeit hat das nichts verloren.

Es sind sicher auch nicht alle Leinenhalter hier angesprochen – es sind die hier genannten negativen Beispiele die alle anderen mit in den Dreck ziehen!

Veröffentlicht von Christian

Familienvater, Ehemann, Business Systems & VMware Specialist, Blogger, Telekom Entertain und iPhone Enthusiast, Tiguan-Fahrer, Social-Network-Addicted, ...

4 Kommentare

  1. Hallo Herr Lelei,

    habe 8 Jahre in Malysia gelebt und bin nun wieder in Deutschland – interessant wie sich die Sorgen unterscheiden…

    aber ok, es ist schon toll welche Probleme die Deutschen haben.

    Trotzdem eine gute Page, danke für die aktuellen Berichterstattunng aus der Heimat.

    Alexander

    • andere Länder andere Sitten (und Gesetze) – dort werden Menschen hingerichtet wegen Drogenbesitz, die in Deutschland auf freien Fuß kommen weil sie resozialisiert werden – aber das soll jetzt nicht das Thema sein.

      Bei dem Urlaub auf den Philippinen wurden Hunde auf offener Straße von Gesetzeshütern erschossen, weil sie zur Plage werden – oder sie werden auf der Straße einfach überfahren, weil sie nicht schnell genug sind … würde hier in Deutschland auch nicht passieren.

      In der Schweiz und in China findet man sie in guten Restaurants auf der Speisekarte …

      die Liste lässt sich sicher beliebig erweitern – allerdings sollte man festhalten, dass sich Hundehalter an hier geltende Regeln und Gesetze halten müssen.

  2. Es geht ja nicht darum, deutsche Gestze zu kritisieren.

    Es ist ja auch durchaus verständlich, dass man schlechte Laune bekommt, wenn man mit den frisch geputzten Deichmann Slippern in warme Hudescheisse tritt.

    Weiter ist es auch beschämend, das die Kulturhauptstadt Essen so eine marode Brücke wie die Kampmannbrücke betreibt, obwohl man das ja schon wieder als Kunst betrachten kann…

    Aber es ist ein absoluter Kulturschock, wenn man lange im Ausland gelebt hat (und ich rede nicht vom Badeurlaub), was wir hier für Probleme haben. Deutschland ist ein tolles Land mit einer hervoragenden Infrastruktur, das Ruhrgebiet bietet unglaubliche Kultur und eine wahnsinnige Vielseitigkeit.

    Von daher einfach mal froh sein, dass die Familie gesund ist, das Laub zur Zeit so eine tolle Farbe hat und der DSL Anschluss und die Stromversorgung stabil ist!

  3. Hi, bin auf diese Seite gekommen, weil ich nach Hundeabwehr gesucht habe. Finde es nicht angebracht irgendwelche weltweite Situationen zu vergleichen, wenn es mich einfach ankotzt jeden Tag hundescheisse vor meinem Haus zu finden und wenn ich die Hundebesitzer anspreche, dafür verarscht zu werden. Ich möchte mich auch nicht mit denen auf eine Stufe stellen und ihnen die Scheiße nachtragen oder werfen oder in deren Garten zu deponieren. Also muß ich etwas unternehmen, Chemisch oder anders

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