Synology DS213+ – ein NAS für alle Fälle

Na wo habt ihr eure Daten gesichert? Ach ihr habt gar keine Backups? DVDs, CDs oder alles in der Dropbox? Habt ihr eure Daten immer im Zugriff?

Gewachsene Systeme – Zeit für neues?

Ich fahre aktuell mehrgleisig – ein Teil der Daten sind in der Dropbox und zeitgleich auch noch auf der USB 3.0 Platte, die am MacBook Air für TimeMaschine Backups angeschlossen wird. Einige andere Dateien sind im Keller auf meinem Synology DS210j NAS mit zwei 1 TB Platten als Raid 1. Damit ein Mindestmaß an Datensicherheit gewährleistet ist.

Diese verteilte Form der Datensicherung und Datenspeicherung ist irgendwann mal so gewachsen. Als erstes hatte ich dutzende USB Festplatten, die ich immer bei Bedarf überall gesucht habe – zwei von diesen habe ich immer noch für Filme und Serien die ich mit meiner WD Live schaue.

Wenn ich heute ein System aufsetzen müsste, dann würde ich komplett auf ein leistungsfähiges NAS setzen und dort ordentlich Festplatten rein bauen. Überall im Zugriff und massig Platz.

Synology DS213+ im Test

Die Synology DiskStation DS213+ ist so eine kleine Eierlegendewollmilchsau aus dem Segment der 2-bay NAS für ambitionierte Poweruser. Die DS213+ weiß auch mit technischen Daten zu beeindrucken. Ein paar davon will ich euch nicht vorenthalten.

  • Dual Core CPU mit Gleitkommaeinheit (1,067 GHz)
  • 512 MB DDR3 Ram
  • Stromsparender System-Ruhezustand
  • 110,36 MB/Sek. Lesen, 84,31 MB/Sek. Schreiben
  • Hardware-Verschlüsselungsmodul
  • Mit SuperSpeed USB 3.0
  • Windows® AD und LDAP Verzeichnisdienst Unterstützung
  • Mühelose Systeminstallation
  • Läuft auf Synology DiskStation Manager (DSM)

Also alles, was man so als geneigter Poweruser benötigt. Die DS213+ ist die 2-bay Variante und kann also 2 Festplatten mit 3,5″ und SATA Anschluss aufnehmen. Synology gibt an, dass Festplatten mit bis zu 4 TB unterstütz werden. Wer also maximale Kapazität möchte, der sollte zu zwei Hitachi 4 TB Festplatte greifen und diese entweder als Raid 0 für 8 TB nutzbaren Speicher oder 4 TB als Raid 1 konfigurieren. Bei Raid 1 darf eine Festplatte ausfallen – die Daten sind gespiegelt. Bei Raid 0 ist alles weg, wenn nur eine Platte den Geist aufgibt. Wer größere Datenmengen braucht oder höhere Flexibilität bei Raid-Leveln haben möchte, der sollte sich mal die DS412+ oder DS413 anschauen – da passen ganze 4 Platten rein. Mit 4 x 4 TB als Raid 5 wären dann zum Beispiel 12 TB nutzbar inklusive Datensicherheit.

Die Bude brennt – Offsite-Sicherung?

Doch was ist, wenn die Bude brennt? Ist das NAS erst einmal zu einem Klumpen geschmolzen machst du da nix mehr. Daher sollten wichtige Daten noch extern gesichert werden. Da bieten sich zum Beispiel Dienste von Strato an, dort kann man online Speicher kaufen und mit dem HiDrive Add-On vom DSM Ordner vom NAS abgleichen. Wenn man Cloud-Diensten grundsätzlich vertraut, dann kann man hier schon mal ein wenig beruhigter schlafen und braucht keine Angst haben, dass alles weg ist, wenn die Hardware plötzlich nicht mehr nutzbar ist. Die Gefahren sind nicht so present, doch Wohnungsbrände, Einbrüche und Biltzeinschläge sind allgegenwärtig.

Wenn man allerdings für die maximale Ausbaustufe eine komplette Onlinesicherung haben will, dann ist das doch recht teuer. Man sollte sich auf die Daten beschränken, die man wirklich doppelt gesichert haben will.

Jetzt wird ausgepackt und getestet …

Soll ich für euch was testen oder ausprobieren? Gibt es etwas, was ihr wissen wollt zur Synology DiskStation DS213+?

Veröffentlicht von Christian

Familienvater, Ehemann, Business Systems & VMware Specialist, Blogger, Telekom Entertain und iPhone Enthusiast, Tiguan-Fahrer, Social-Network-Addicted, ...

7 Kommentare

  1. Moin!

    Ich habe DropBox und USB Sticks. Das muss reichen. zumindest für Dokumente und Co. Meine DropBox ist auch schon großer 12 GB durch Referals und SonderKtionen von DropBox. IPhoto librarys liegen auf 2 Backup Festplatten. Daher ist die Idee mit HiDrive keine schlechte Idee. Doch soviel GG online speichern kostet natürlich Geld.

    Ein Kumpel von mir macht es so: Backup auf Festplatten die bei einem Freund stehen. Jeder lagert das woanders. Vertrauen vorausgesetzt geht auch das.

  2. Hi Christian,

    wie Du ja weißt, nutzen wir auch die Syno daheim im Keller. Da ich auch das Riskio eines Feuer- oder Wasserschadens bzw eines Einbruchs abgesichert haben wollte, steht eine zweite Syno (DS109 – also ein rechte kleine mit nur einer Platte) als Backup bei einem Kollegen im Keller. Seine zweite Syno steht hier. Über ein selbst erstelltes Script sichert die Syno dann Nachts via RSYNC / SSL die geänderten Daten auf die zweite Syno.
    In der (recht geringen) Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls der Syno hier und gleichzeitigem Ausfall der Syno bei meinem Kollegen würde ich allerdings in die Wäsche guggen. Diese Wahrscheinlichkeit sehe ich aber als sehr gering an.
    Traue diesen OnlineDiensten nicht so recht 🙂

  3. Hallo!

    Ich habe eine ganz einfache Frage, auf die ich bisher
    keine Antwort gefunden habe: Kann ich ein ganzes Laufwerk (C:)
    einschließlich Windows und alle Programme speichern?

    • Dazu empfiehlt sich eine Image-Software wie True Image um eine Sicherung auf dem NAS zu machen. Einfach alles zu „kopieren“ bringt dir kein Backup, welches nachher auch lauffähig wäre.

  4. Hallo Chris,

    vielen Dank für die Info. Ich hatte gehofft, dass die Software von Synology das auch kann. Bisher hatte ich einen Windows Home Server und damit war es kein Problem, eine abgerauchte Client-Festplatte zu ersetzen und dannach alles – auch OS – vom WHS zurück zu kopieren. Ich stehe halt jetzt vor der Frage: WHS 2011 oder NAS.

    Viele Grüße
    Reinhold

    • Vielleicht geht es auch mit der Synology. Als Mac OS X Nutzer benutze ich aber TimeMaschine (die auch mit der Synology funktioniert) – kann sein, dass so etwas auch mit Windows und der Synology geht.

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