plötzlich HomeOffice – was man so braucht

Mit COVID-19 bzw Corona kam ja auch das HomeOffice oder Remote working in Mode. Aber wie macht man das richtig? Ich weiß es nicht, ich kann nur sagen, wie es für uns am besten funktioniert.

Bevor ich jetzt auf jeden Punkt einzeln eingehe, möchte ich mal einfach eine Liste in den Raum werfen, was für uns wichtig ist, um erfolgreich und produktiv von Zuhause aus arbeiten zu können.

  • ordentliches IT Equipment: Laptop, Monitor, Webcam, Headset, Netzwerk, Internetzugang, …
  • räumliche Gegebenheiten: ein Fenster zum rausschauen, ein höhenverstellbarer Schreibtisch, …
  • Organisation, Disziplin, Freizeit

Jetzt wollen wir das mal ein wenig aufdröseln.

ordentliches IT Equipment

Hier sollte man vom Arbeitgeber was zur Verfügung gestellt bekommen. Hier ist es jeweils ein Laptop. Da wir dieses „von Zuhause arbeiten“ aber schon etwas länger und auch intensiver betreiben, haben wir für die Laptops noch eine Dockingstation, wo an der einen zwei Monitor hängen und mein Laptop hängt an einem Philips B-line 346B1C 34″ Monitor, mit eingebauten KVM Switch, so kann ich ohne Probleme von meinem privaten Rechner auf das Firmennotebook wechseln, ohne immer alles umstöpseln zu müssen.

Da wir viele Videokonferenzen mit Zoom, Skype for Business und Teams machen, habe ich auch noch eine ordentliche Logitech Webcam, die wenigstens 720p kann. Bei dem Setup sollte man darauf achten, dass nicht permanent Menschen im Hintergrund rum rennen. Eine ruhige Wand im Hintergrund hilft, damit z.B. Zoom ein Video-Wallpaper in den Hintergrund zaubern kann. Für vernünftige Audioqualität und Bewegungsfreiraum sorgt hier ein Plantronics Savi Headset, welches sich neben dem Computer auch per Bluetooth mit einem Smartphone verbinden lässt und wer hat noch ein Deskphone.

Ein bisschen was am Kabelmanagement könnte ich noch machen.

Wo wir gerade bei Logitech waren, hier hat sich vor kurzen ein MX Keys und eine MX 3 eingefunden. Eine super Kombination aus Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und Maus. Sehr robust und eine gute Akkulaufzeit.

Jetzt noch eine ordentliche Internetverbindung. Wir haben VDSL mit 250 Mbit/s Download und 40 Mbit/s Upload von der Telekom, was uns ermöglicht, dass neben zwei UHD Streams mindestens zwei Leute im Home Officer arbeiten können. Dafür ist natürlich wichtig, dass die heimische Vernetzung auf Stand der Technik ist.

Hier haben wir zum Glück erst vor 3 Monaten auf ordentliches Unifi-Equipment gewechselt. Wenn man sich da auf die Technik verlassen kann, dann ist das schon viel Wert.

räumliche Gegebenheiten

Wir haben hier das Glück, dass wir einen richtigen, zwar nur 10m² großen, Raum haben. Ein Fenster zum Garten, erleichtert die Situation ein wenig – hier muss man aber darauf achten, dass der Monitor nicht so steht, dass die Sonne im Monitor spiegelt oder blendet.

Ein höhenverstellbarer Schreibtisch ist für mich ein Must-Have, da ich sonst bei 8 Stunden rumsitzen sonst gerne mal „Rücken“ bekomme. Mit abwechselnd sitzen und stehen komme ich aber sehr gut klar, so dass es auch nach einem langen Tag keine Probleme habe. Bei Videokonferenzen versuche ich die Zeit stehend zu verbringen.

Wer keinen Schreibtisch hat, den er nicht so in der Höhe verstellen kann, der kann sich ja hin und wieder an einem Highboard hin stellen oder so ein kleinen Computer-Lift zulegen. Wenn man einen bestehenden Schreibtisch umrüsten will, dann geht das ab 300 Euro tun, einfach die bestehende Schreibtischplatte auf ein neues Gestell setzen und fertig.

Eine Tür sorgt hier, während Videocalls, für etwas Privatsphäre. Das verhindert zum einen, dass das Xbox gedaddle der ge-homeschool-ten Kids die Konferenz stören, aber auch das unkontrolliert Menschen durchs Bild rennen. Wenn ihr keinen eigenen Raum habt, dann sucht euch am besten eine ruhige Ecke, wo ihr es euch so ungestört wie möglich machen könnt.

Organisation, Disziplin und Freizeit

Ins Büro geht man und ist voll bei der Sache. Im HomeOffice muss man das auch versuchen hin zu bekommen. Computer an, einloggen und sich auf die Aufgabe fokussieren. Das ist, wenn man Kinder zu Hause hat, leichter gesagt als getan. Wir versuchen diese Struktur mit einer Struktur für alle hin zu bekommen. Da es hier kein e-Learning gibt für das Kind in der 4. Klasse, sondern nur ein paar Arbeitsblätter, müssen wir uns auch noch um das Home Schooling kümmern.  Da wir beide im Home Office arbeiten, teilen wir uns die Zeit so ein, dass ich (38,5 Stunden) so von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr arbeite und die Frau (25 Stunden) vormittags 2 Stunden (wenn die Kids „Edutainment“ oder Xbox Zeit haben, nachmittags 2 Stunden (wenn ich Feierabend habe) und abends noch mal eine, wenn ich die Kids ins Bett bringe – zum Glück kann sie ihre Zeit absolut flexibel einteilen, bei mir ist das nicht ganz so einfach möglich.

Was wichtig ist, dass man seine Arbeitszeiten fest hält und schaut, dass es im richtigen Rahmen bleibt und man auch mal einfach „abschaltet“ und die Freizeit genießt. Hier sind wir seit März häufig mit dem Rad unterwegs und genießen einsame Runden im Wald. Aber nicht nur den Feierabend sollte man feiern, auch die Mittagspause sollte man einhalten, einfach mal auf den Balkon oder in den Garten. Hier schmeiße ich immer mal gerne den Grill an, ein kleiner Burger als Mittagssnack ist nie verkehrt.

Meine persönliche Herausforderung ist der Kaffeekonsum. Von 5 Tassen pro Tag habe ich mich auf aktuell 2 Tassen herunter gehandelt. Morgens ein Cappuccino, Nachmittags ein Latte Macchiato. Damit ich trotzdem genug trinke, steht auf dem Schreibtisch immer eine Karaffe mit Wasser und das Glas wird immer gleich wieder aufgefüllt, so dass ich immer genug trinke.

Wo ich auch immer dran scheitere ist, dass ich mir eigentlich vorgenommen habe NICHT am Schreibtisch zu essen. Es ist immer wieder verführerisch sein Essen mit ins Büro zu nehmen und da zu jeder Zeit zu essen. Lasst es, es krümmelt alles voll und man isst mehr, als man eigentlich so sollte. Hier versuche ich lieber mal einen Apfel zu essen, wenn ich gerade in die Küche gehe um das Wasser nachzufüllen.

to be continued …

Fast täglich kommen lessons learned hinzu und Dinge die man optimiert und besser machen könnte. Ich werden den Artikel hier also vielleicht mal updaten.

Veröffentlicht von Christian

Familienvater, Ehemann, Business Systems & VMware Specialist, Blogger, Telekom Entertain und iPhone Enthusiast, Tiguan-Fahrer, Social-Network-Addicted, ...

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